„Oh, Wach’em is schee….
In Köln „wackelt“ der Dom, in Wachenheim „wackelte“ das Bürgerhaus beim mehr als vierstündigen Programm der „Närrischen Wachteln“. Knapp siebzig Aktive rockten die ausverkaufte Narrhalla und begeisterten das Publikum mit allem, was Saalfastnacht zu bieten hat.
Eröffnet wurde der Abend von der Garde. In ihren rotweißen Uniformen wirbelten sie über die Bühne und hatten das Publikum sofort auf ihrer Seite. Ein tänzerisches Highlight war der Auftritt der „Wachtelfunken“, die mit ihrer anspruchsvollen Choreographie an die Hits der 80er und 90er Jahre erinnerten. Die „Zumbas“ konnten ihre Begeisterung an der Bewegung zu lateinamerikanischen Rhythmen nicht verleugnen und das Publikum ging sofort mit. Auch die Fans des klassischen Männerballetts kamen auf ihre Kosten. Die „Los Promillos“ waren als Matrosen auf hoher See unterwegs und trafen dabei auf die vollbusige Rose am Bug der Titanic. Tosender Applaus war ihnen sicher.
Der Nachwuchs scheint gesichert oder: Jugend in die Bütt! Selina Kekic und Jake Trundt wagten ihr Redner-Debut und berichteten von ihrem Kochkurs im Saarland. Wurde in der Küche aus dem Marmorkuchenrezept auch ein Granitkuchen, auf der Bühne zeigten sie sich als Profis. Genau wie Andrea Kohl-Antz und Neffe Finn Antz. Auch sie erklommen erstmals die närrische Rostra und berichteten von Früher und Heute.
Verliebt,verlobt verheiratet gaben Anne Weber und Andi Daum ihre Erlebnisse rund um ihre Hochzeit zum Besten. Lotti und Lola alias Beate Litkie und Jutta Schmitt plauderten über ihren Schorschi und Schatzi – Männer die wir lieben und Typen die wir kriegen. Das Fastnachtsfernsehen übertrug die „Wachtelthemen“ live in den Saal und Moderator Matteo Stabel kommentierte unverblümt nicht nur die aktuelle Politik. Weinkönigin Heike Eckstein, inzwischen in die Kilos gekommen, erinnerte sich an vergangene Zeiten u.a. mit dem Lied vom String-Tanga stringelingeling während die „Wild Singing Wachteln“ alias Kerstin Becker, Marga Rehn und Nancy Schüttler ihre Wachenheimer Heimat besangen: Oh Wach’em is schee … und das Publikum stimmte sofort lauthals ein.
Lui Radmacher und Harald Gotha strapazierten mit ihrer Choreographie als „Dick und Doof“ die Lachmuskeln und die „Kamikazeturner“ verwandelten mit ihren blinkenden Hulla-Hupp-Reifen den abgedunkelten Saal in ein Varieté. „Ich brauch Hackes, dann hab ich wieder Schmackes“. Unter diesem Motto besangen die „Wonnegeier“ ihre Liebe zum „Hackesweck“ – mit und ohne Zwiebeln ein Ohrenschmaus. Mit einem musikalischen „5Gänge-Menue“ setzten die „Wachtelheimer“ den Schlusspunkt des Programms. Das Publikum stimmte lautstark ein und die Aktiven beendeten mit dem Finale einen sehr kurzweiligen Abend unter der Leitung der beiden Moderatoren Moritz Müller und Tobias Hess.